Das Projekt

Bridges – Musik verbindet

bringt Musiker unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe, Kultur und Religion zusammen, die gemeinsam Musik erarbeiten und neu gestalten. Gegründet wurde das Projekt im Herbst 2015 in Frankfurt a. M. von Julia Huk und Isabella Kohls mit dem Ziel, geflüchteten Musikern Gesicht und Stimme zu geben und sie mit Musikern aus Deutschland zusammenzubringen. Denn die Musik als Brücke überwindet nicht nur vermeintliche Differenzen, sondern sie nutzt die kreativen Potenziale aus den kulturellen Unterschieden. Bridges möchte ein gelebtes Beispiel für ein friedliches Miteinander von Menschen mit verschiedenen Hintergründen und Lebensgeschichten sein – ein Beispiel, wie es gelingen kann, sich auf Augenhöhe zu begegnen, einander verstehen zu lernen und gemeinsam Neues zu kreieren.

Das ursprünglich geplante einmalige Event – ein Konzert gemeinsam mit geflüchteten und deutschen Musikern im hr-Sendesaal am 19.04.2016 in Frankfurt – war so erfolgreich, dass die Initiative fortgesetzt und ausgebaut wurde. Unter der Projektleitung von Johanna-Leonore Dahlhoff ist Bridges – Musik verbindet mittlerweile mit ca. 70 Musikern und über 50 Konzerten pro Jahr ein fester Bestandteil der Musikszene Rhein-Main geworden. Es haben sich innerhalb des Projekts acht feste interkulturelle Ensembles gebildet, die auf renommierten Frankfurter Bühnen sowie in ganz Hessen auftreten. Stilistisch bieten die Ensembles je nach Besetzung und Herkunft der Musiker eine große Vielfalt: Von klassischer afghanischer oder syrischer Musik über Folklore zu Weltmusik, europäischer Klassik, Jazz und Filmmusik lebt Bridges – Musik verbindet musikalische Vielfalt und unterstützt kreative Freiräume und schöpferisches Potenzial der beteiligten Künstler.

„Dieses Projekt ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Integration auf Augenhöhe gestaltet werden kann.“
Omid Nouripour
„Ich unterstütze das Projekt Bridges, weil es Musiker unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe, Kultur und Religion zusammenbringt und beeindruckend zeigt, wie Integration mit der Kraft der Musik erfolgreich gestaltet werden kann.

Ich bin begeistert von diesem tollen Projekt.“

Peter Feldmann
„Bridges packt eine Aufgabe an, die für unsere Gesellschaft eine zentrale Zukunftsfrage ist, die Integration von Menschen aus vielen Ländern mit unterschiedlichen Kulturen.“
Manfred Krupp
„Verschiedenheit ist keine Bedrohung sondern Reichtum.“
Thomas Rietschel
„Ich unterstütze Bridges, weil es die bedeutendste und zukunftsfähigste Kulturinitiative ist, die Frankfurt in den letzten Jahren erlebt hat.“
Jonny Klinke

Unsere Vision

Musikalische und interkulturelle Begegnung auf Augenhöhe

Die Musiker

Bridges – Musik verbindet richtet sich an Profi- und semiprofessionelle Musiker mit und ohne Migrationshintergrund in Hessen sowie angrenzenden Bundesländern. Instrument und Alter spielen keine Rolle – wichtigste Voraussetzung ist neben der musikalischen Qualität die Bereitschaft, sich in dem interkulturellen Ensemble auf Augenhöhe zu begegnen, sowie Respekt und Interesse am Kennenlernen der Mitmusiker und deren Kultur. 

Die Projektarbeit

Die Musiker von Bridges – Musik verbindet treffen sich in 14-tägigen Abständen zu gemeinsamen Proben in Frankfurt. Hierbei werden je nach Konzertkalender entweder Stücke mit allen Musikern gemeinsam geprobt oder die Musiker arbeiten in kleineren Gruppen in ihren bereits bestehenden Ensembles. Des Weiteren bieten die Proben die Möglichkeit zum gemeinsamen Jammen und Kennenlernen der neu eingestiegenen Musiker. Die Ensembles proben eigenverantwortlich und teilweise auch außerhalb der von Bridges organisierten Proben.

Bridges – Musik verbindet tritt sowohl auf großen Bühnen als gesamtes Orchester auf, als auch in den verschiedenen Ensemblebesetzungen. Derzeit konzentrieren sich die Auftritte vor allem auf das Rhein-Main Gebiet. Eine bundesweite Ausweitung der Konzertorte ist in Planung.

 Bridges – Musik verbindet wird von vielen ehrenamtlichen Helfern getragen, ohne die das Projekt nicht möglich wäre. Die ehrenamtlichen Tätigkeiten umfassen künstlerische und organisatorische Tätigkeiten, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Unterstützung der geflüchteten Musiker im deutschen Alltag, bei der Job- und Wohnungssuche u.v.m.

Auf einen Blick: Bridges – Musik verbindet

–    Bei Bridges – Musik verbindet spielen 70 Musiker aus derzeit neun verschiedenenLändern zusammen. Etwa die Hälfte davon musste aus ihrer Heimat fliehen.

–    Durch regelmäßige Proben ist Bridges ein wichtiger Begegnungsort, an dem nicht nur die künstlerische Qualität gewährleistet und gemeinsam musikalisch Neues gestaltet wird, sondern an dem gleichzeitig Freundschaften gefestigt werden und ein interkulturelles soziales Netzwerkentsteht.

–    Acht feste Ensembles treten bis zum Ende der Spielzeit 2017 bei über 50 Veranstaltungen auf.

–    Durch die vielen Konzerte bietet Bridges  den verschiedenen Künstlern eine Plattform, ihreMusik  vorzustellen, in unsere Gesellschaft einzubringen und damit einen Beitrag zur kulturellen Belebung und Weiterentwicklung zu leisten.. Bridges zeigt damit auch, welche großen Potenziale geflüchtete Menschen mitbringen.

–    Durch die große mediale Aufmerksamkeit (u.a. FAZ, hr-Info, Hessenschau, Hauptsache Kultur, Deutschlandradio Kultur) konnte die Öffentlichkeit einen fundierten Einblick in das ProjektBridges – Musik verbindet erhalten. Wir hoffen, dass dadurch auch ein Beitrag zu mehr gesellschaftlicher Akzeptanz von geflüchteten Menschen geleistet werden kann.Gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft und im alltäglichen Leben entsteht vor allem dadurch, dass Menschen ihr Leben selbstverantwortlich führen und ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten können. Bridges – Musik verbindet hilft geflüchteten Musikern dabei, sich in Deutschland durch Konzerte, Musikunterricht und andere musikbezogene Tätigkeiten einStandbein als Musiker aufzubauen und sich in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren.